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Sudetenland


Wenn wir vom Wiederanschluß Österreichs an Deutschland reden wollen, dann müssen wir auch über alle weiteren deutschen Gebiete reden, die noch immer von Staaten besetzt sind, wo die Deutschen völkerrechtswidrig vertrieben und von ihrem Grund und Boden enteignet wurden.

Nach dem 2. Weltkrieg mußten weit über 3 Millionen Deutsche (Sudeten) aus ihrer Heimat flüchten. Und ihre Heimat hat klangvolle Namen wie Schlesien, Böhmen und Mähren, deren sie ein Teil waren und deren Gebiete einst Bestandteil des großen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewesen ist, bis zu dessen Auflösung im Jahre 1806.

Die ca. 6,7 Millionen Tschechen, die zu dieser Zeit auf dem österreichischen Gebiet lebten, wollten nun einen eigenen Staat, aber sich zugleich die wertvollen Industriegebiete der fleißigen Sudetendeutschen einheimsen, die diesen Staat umrandeten. Immerhin war das Sudetenland mit schätzungsweise 27.000 km² größer als einige heutige Bundesländer. Auch was die Anzahl der Bürger betrifft, mit damals ca. 3,7 Millionen Sudeten.

Die Sudeten haben ein hohes geistig-kulturelles Erbe hinterlassen. Aus dem Sudetenland kommen weltbekannte Musiker, Erfinder und Forscher wie Ferdinand Porsche, Sigmund Freud, Christoph Willibald Gluck, Gustav Mahler, Bertha von Suttner, Franz Kafka sowie Bruno Brehm, um nur einige von ihnen hier zu nennen.

Gegen den Willen der Sudetendeutschen konnte sich der Staat „Tschechoslowakei“, dank der alliierten Siegermächte, bilden, unter Mißachtung der Sudetendeutschen, die keinen Anteil an der Bildung dieses Staates hatten und nun unterdrückt wurden. Ihnen wurden fortan das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. Ihre deutschen Gebiete wurden widerrechtlich mit Waffengewalt besetzt. Die Tschechoslowakei war ein Staatsverband von Tschechen und Slowaken, gegründet am 28. Oktober 1918. 1919 erfolgte der Beitritt der Karpatoukraine - mit den dort ansässigen Karpatendeutschen.

Insbesondere verantwortlich war dafür Edvard Beneš. Er beanspruchte als Außenminister der 1918 gegründeten Tschechoslowakei, auch die deutschsprachigen Gebiete Böhmens, Mährens, Schlesiens sowie die deutschen Karpatengebiete für den neuen Staat. Die Deutschen stellten in der CSR zwar mit 28 Prozent den zweitgrößten Bevölkerungsanteil, dennoch waren sie weder an der Ausarbeitung der neuen Verfassung noch an der ersten CSR-Regierung beteiligt.

Die Deutschböhmen oder Deutschmähren oder Deutschschlesier oder auch Karpatendeutsche, wurden nunmehr als Gemeinschaft der „Sudetendeutschen“ benannt.

Als Adolf Hitler an die Macht kam, setzte er sich für eine Befreiung der sudetendeutschen Gebiete ein. Er und Chamberlain sowie Mussolini und Daladier vereinbarten im sogenannten „Münchner Abkommen“, am 29. September 1938, die friedfertige Abtretung der sudetendeutsche Gebiete an das Deutsche (nationalsozialistische) Reich. Mit dem Reichsgesetz vom 21. November 1938 heißt es (was die Sudetendeutschen sehr glücklich machte):

bdquo;Die heimgekehrten sudetendeutsche Gebiete sind Bestandteil des Deutschen Reiches.“ „Durch die Wiedervereinigung sind die alteingesessenen Bewohner der sudetendeutschen Gebiete deutsche Staatsangehörige.

Als Hitler danach das Sudetenland besuchte, wurde er von der deutschen Bevölkerung glückstrahlend und enthusiastisch umjubelt. Niemand von ihnen ahnte, was Hitler noch weiter vorhatte. Der Jubel wäre dann nicht so leidenschaftlich ausgefallen und eher einer Ernüchterung gewichen.

Nach dem 2. Weltkrieg, welches das Deutsche Reich unter Hitler 1945 verlor, wurden die Sudetendeutschen aus ihrer alten angestammten Heimat vertrieben und damit war die Situation nun noch schlimmer, als nach dem 1. Weltkrieg.

Es war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen das Völkerrecht, daß Millionen Deutsche aus ihrem Herkunftsland vertrieben und nun heimatlos wurden, wo diese deutschen Volksstämme doch schon seit Jahrhunderten in ihrer angestammten Scholle ansässig waren. Die Deutschen flohen zum größten Teil nach Westdeutschland. Das waren weit über 2 Millionen Menschen.

Die Karpartendeutschen dagegen flohen schon vor dem Ende des 2. Weltkrieges ins Deutsche Reich, um Mord und Gefangenschaft zu entgehen. Und zwar flohen sie in der Zeit von November 1944 bis etwa Mitte Januar 1945 vor der heranrückenden Roten Armee. Die Deutschen aus Bratislava wurden in der Zeit von Januar bis Februar 1945 evakuiert.

In der sogenannten „Eichstätter Erklärung“ wurde am 30.11.1949 gefordert, die Vertreibung wieder rückgängig zu machen und die vertriebenen Deutschen wieder in ihrer Heimat zurückkehren zu lassen. Es blieb bei dieser Erklärung, wie auch bei den folgenden die noch kamen, ohne das diese Forderung durchgesetzt werden konnte. Der Rechtsanspruch der Sudeten besteht also immer noch und diesen durchzusetzen muß aufrecht erhalten bleiben. Es muß also eine Rückerstattung des geraubten Landes und des Vermögens geben und Entschädigungen gezahlt werden, wo die Rückgabe des Vermögens nicht mehr möglich ist. Gegebenenfalls an die Erben ausgezahlt, wenn die Eigner nicht mehr leben. Andere Erklärungen, die hierauf verzichten lassen, sind als nichtig anzusehen und dürfen nicht den Interessen bundesdeutscher oder europäischer Politik geopfert werden.

In einer Erklärung der Sudetendeutschen Jugend heißt es im Jahre 1956: „Wir sind bereit, den Rechtskampf um die Jahrtausende alten Siedlungsgebiete der Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien sowie um die gesamten deutschen Ostgebiete in die Zukunft zu tragen.

Auch 2017 noch hat diese Erklärung nichts an Aktualität verloren.

Der inzwischen verstorbene ehemalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl sagte 1986 dazu: „Ein eklatanter Bruch des Rechts kann nicht Frieden schaffen. Die Vertreibung kann nicht das letzte Wort in der Geschichte der deutsch-tschechoslowakischen Nachbarschaft sein.“ 1988 äußerte sich auch der am 3. Oktober 1988 verstorbene Ministerpräsident Bayerns und Bundesminister der Verteidigung (sowie Bundesminister für Atomfragen, für Finanzen und für besondere Aufgaben) Dr. h.c. Franz-Josef Strauß zu dem Sudetendeutschen-Problem:

Wer aber versucht, die deutsche nationale Identität zu zerstören und für immer auszutreiben, der begeht eine Dummheit, die man dem Verbrechen gleichsetzen kann.

Da die Vertreibung der Deutschen aus ihrem Land völkerrechtswidrig war, muß sie auf friedlichem Wege wieder rückgängig gemacht werden. Also Rückkehr der Vertriebenen und damit die Verwirklichung des Rechts auf die eigene Heimat. Auch gegebenenfalls zusammen mit ihren Kindern und Enkelkindern, sollten sie zurückkehren können - oder die Erben übernehmen das Land. Ansonsten könnte die Tschechische Regierung das Problem weiter aussitzen und warten bis alle ehemaligen Sudetendeutsche verstorben sind die vertrieben wurden und der Tschechische Staat behält dauerhaft die Gebiete ein, weil es keine Rechtsnachfolger mehr gibt, sofern man den Erben nicht ihr Recht auf ihr Erbe zugesteht. Die Tschechoslowakei fand übrigens am 1. Januar 1993 ihr Ende, da sich beide Staaten, Tschechei und Slowakei trennten.

Auszug aus dem Buch „Was ist deutsch? Wer gehört zu den Deutschen?“.




Im Herzen von Deutschland liegt das Sudetengebiet
Sudetenland
Electionworld, Reichsgaue, CC BY-SA 3.0



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